Den Abschnitten für Kontrabass liegt eine streng konstruktive, fast mechanische Formvorstellung zugrunde. Das Stück ist eine verschobene Überlagerung von drei unabhängigen Schichten – langsamer Rhythmus, schneller Rhythmus, gestrichene Melodie. Die Einzelsätze entstehen dagegen durch die gleichmäßige Teilung dieses Komplexes, daher auch „Abschnitte“. Die Subjektivität der Komposition beruht ausschließlich auf dem Weglassen von Tönen, in der Entscheidung, eine Schicht zugunsten einer anderen durchzulassen, im Setzen von Pausen. In diesem Sinn handelt es sich bei den „Vier Abschnitten“ um eine musikalische Decollage, den Versuch, Auslassungen, Pausen hörbar zu machen. Die vier Sätze können an unterschiedlichen Stellen eines Konzertes platziert werden. |