Roadmovie

Musik Text Film

Premiere am 24. Oktober 2001 in der Halle K6 der Kampnagelfabrik Hamburg

Musikalische Leitung / Regie: Jan Dvorak, Text: Sigrid Behrens, Video: Eske Schlüters

Mit: Joachim Kappl und dem TonArt-Ensemble

   

Das Auto ist die Schnittmenge aller Räume, die dem modernen Menschen zugänglich sind. „Roadmovie“ thematisiert die Autofahrt als Wahrnehmungsform des motorisierten Zeitalters: Die Welt vor den Fenstern ist ein Musikvideo. Die Flucht aus der Zivilisation gelingt nur mit ihren eigenen Mitteln. Wir haben die Stadt immer dabei.

„Roadmovie“ verbindet Elemente von Konzert, Videoinstallation und Theater zu einer Arbeit, die zugleich Ausstellung und Aufführung ist. Auf vier im Quadrat gehängten Leinwänden, die das Publikum umgeben, werden synchron die Bilder einer Fahrt vom Tag in die Nacht und von der Stadt aufs Land gezeigt. Im Zusammenspiel mit Text und Komposition entsteht so eine mythische Exkursion ins Innere des modernen Menschen, die sich zunehmend von den realen Bildern des Films entfernt und schließlich in einen Monolog mündet, der im Dunkeln gesprochen wird.

Presse

„Ausgangspunkt ... war die Idee, eine Autofahrt einmal nicht als Selbstzweck oder in ihrer Problematik, sondern als Wahrnehmungszustand zu begreifen. ... Dvorak legt mit ‚Roadmovie‘ einen zeitgenössischen, musikalisch geprägten Entwurf multimedialen Theaters vor.“ DIE ZEIT online

„Roadmovie beschreibt Zustände, die jeder kennt. Und macht aus dem banalen Alltagserlebnis einer Autofahrt ein magisches Abbild unserer Wahrnehmung.“ DEUTSCHLANDFUNK