Kein Feuer, keine Kohle. Asche

Ein Kulturabend mit romantischen Volksliedern

Uraufführung am 15. Januar 1997 im Theatron, Hamburg, Premiere der Neuinszenierung am 16. September 2005
in den Kammerspielen des Meininger Theaters

Neuarrangements und Kompositionen: Sascha Bunz, Jan Dvorak, Malte Ubenauf

Regie, Musikalische Leitung, Bühne: Jan Dvorak

Fotos: Diana Artus

„Kein Feuer, keine Kohle“ist eine Annäherung an die traditionellen Lieder der Deutschen, die durch Drittes Reich und Kommerzialisierung in Verruf geraten sind. Der Liederabend verbindet Lieder und Lyrik des 18. und 19. Jahrhunderts mit ungewöhnlichen Arrangements für Kammerorchester und den Klängen Neuer Musik. Durch die ungewöhnlichen Fassungen und die strenge szenische Anordnung treten unerwartete Schönheiten zutage. Im Kontrast zu der Sachlichkeit moderner Landschaftsfotografie wird die Tragik oder der verschüttete Humor der Lieder lebendig. Vom „König in Thule“ bis „Wenn ich ein Vöglein wär‘“, von „An der Saale hellem Strande“ bis zu „Ich hatt‘ einen Kameraden“ reicht das Repertoire des Abends. Gesungen werden die Lieder von zwei Schauspielern. Das begleitende Kammerensemble besteht aus Streichern, Bläsern, Schlagzeug und Klavier – eine Vielfalt von klanglichen Kombinationmöglichkeiten entsteht von Stück zu Stück. Ergebnis ist ein atmosphärischer Abend zwischen Kammermusik, Karl-May-Film, Jazzband und Kunstinstallation. – „Ich möcht' als Spielmann reisen / Wohl in die Welt hinaus / Und singen meine Weisen / Und geh'n von Haus zu Haus.“

Presse

„Der Weltschmerz im Wissen um die Wirklichkeiten schreit fürwahr nach neuen Volksliedern und nach einer gebrochenen Interpretation der alten. ...sie werden dort, wo man sie im Lauf der Zeit glatt bügelte, wieder in ihren Ursprungszustand geknittert...und gerade deshalb berühren sie auf eigenartige Weise.“ MAINPOST