Die von Kafka selbst veröffentlichte Sammlung „Betrachtung“, aus der die Texte der vier Stücke stammen, besteht aus rund zwanzig Meisterwerken einer surrealen, sachlichen und komischen Kurzprosa, die in ihrer Wirkung dem Gedicht nahekommt. Kafkas präzisen Stimmungsbildern ist musikalisch kaum etwas hinzuzufügen. Das kompositorische Interesse bestand vielmehr darin, Kafkas Sprachrhythmus und -melodie zur Grundlage musikalischer Gestaltung zu machen, wodurch für meine Komposition inhaltliche Freiheiten gewonnen wurden. In der Ausführung durch Sprechstimme und kleines Ensemble wird so eine weniger beachtete Seite Kafkas hervorgehoben. |