Jan Dvorak
20.000 Meilen unter dem Meer
Premiere: 28. Mai 2011 bis 03. Juli 2011

Kompositionsauftrag des Theaters Eisenach
Libretto und Komposition: Jan Dvorak – Musikalische Leitung:  Carlos Domínguez-Nieto / Carlos Chamorro Moreno – Regie: Thomas Fiedler – Bühne und Kostüme: José Eduardo Luna Zankhoff. Mit Michael Flöth, Frank Felicetti, Frank Valet, Magdalena Ganter, Pascal Thomas, Elke Hartmann, Susanne Mayer sowie Chor, Orchester, Jungem Schauspiel und Ballett des Theaters Eisenach.

   
   

„Was für ein Stil, Jules Verne! Nichts als Substantive” rief Guillaume Apollinaire angeblich bei der Nachricht vom Tode des Meisters. Wie kein anderer hatte er die trockene Phantastik des Technischen Zeitalters geprägt, seine bärtigen Helden sind von einem brennenden Fortschritts- und Erkenntnispathos getrieben, dass sie an die letzten Grenzen der Welt gehen lässt. Die Surrealisten erkannten in seinen futuristischen Erfindungen Sublimationen einer erregten Libido, unzählige Filme versuchten seinen Bildwelten gerecht zu werden, bis heute prägen seine Geschichten unsere Vorstellung von wissenschaftlicher Verheißung und Gefahr.
Jan Dvoraks Vertonung von „20.000 Meilen unter dem Meer” folgt der polyperspektivischen Linie des „Hamburg Requiems” von 2008 und spürt den unbekannten Verbindungslinien zwischen Wagner, Easy Listening und Neuer Musik nach. Es entsteht eine ironische, retrofuturistische Klangwelt von fast hörspielartiger Dichte, in der gesungene und gesprochene Partien mit einer durchkomponierten Orchestermusik und elektronischen Soundscapes verschlungene Kombinationen eingehen.
Der Geist des klassischen Abenteuerfilms – auferstanden als Pop-Oper – feierte bei der Uraufführung in Eisenach Triumphe – in der Regie von Thomas Fiedler und der Ausstattung von José Luna Zankoff. 2012 folgt eine Aufführungsserie am Südthüringischen Staatstheater Meiningen.

 
   
   
   
  Fotos: Carola Hölting
   

PRESSE
„Am meisten Anlass zur Bewunderung gibt jedoch die Musik. Mit der Auftragskomposition inklusive Libretto gelang es dem früheren Meininger Musikdramaturgen Jan Dvorák, gleichwohl Beklemmung und Anmut der 20 000 Meilen währenden unfreiwilligen Unterwasser-Reise zu bannen."
                                           Thüringische Landeszeitung

„Gewiss ist hingegen, dass dem Landestheater Eisenach mit diesem Großprojekt ein künstlerischer Paukenschlag gelungen ist...”                              Freies Wort