Als der Stummfilmer Walter Ruttmann im Jahr 1927 seinen legendären Dokumentarfilm „Berlin – Sinfonie einer Großstadt“ dreht, ist er fasziniert von Tempo und Vielfalt des Lebens in der jungen deutschen Hauptstadt. Sein Film wird das Portrait eines Tages vom Sonnenaufgang bis tief in die Nacht; er ist zugleich das Portrait einer aufregenden Zeit. Berlin sei dazu verdammt, „immer fort zu werden und niemals zu sein“ schrieb damals der Kritiker Alfred Kerr. Er sollte recht behalten – bis heute. Seit der Wende wird Berlin wieder zu dem, was es in den „Roaring Twenties“ war: ein kreatives Zentrum, ein Schmelztiegel der Milieus, eine Metropole in Bewegung. Grund genug für den traditionsreichen Friedrichstadtpalast, sich des neuen Berliner Lebensgefühls anzunehmen. Einmal rund um die Uhr verfolgen wir die Geschichte einer Liebe auf den ersten Blick. Vierundzwanzig Stunden – vierundzwanzig Bilder: Der Photograph Helmut hat in der Spätvorstellung von Ruttmanns Stummfilm die Frau seines Lebens entdeckt, Katharine. Zu schüchtern, um sie anzusprechen, verliert er sie sofort wieder aus den Augen. Nun hoffen beide, sich am nächsten Abend am selben Ort zur selben Zeit wiederzusehen. Die romantischen Boulevards und Parks, die lässigen Clubs und Cafés, die einsamen Ecken und menschenüberströmten Plätze werden zu den Bühnenbildern eines Traums von der großen Liebe.
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