„Orchesterkaraoke” ist ein Entertainment, das sich durch eine einzigartige Großzügigkeit einerseits und durch ein unkalkulierbares Potential zur Masseneuphorie andererseits auszeichnet. Das „Orchesterkaraoke” des Hamburger Festivalleiters und Konzeptkünstlers Matthias von Hartz leitet sich aus zwei Inspirationsquellen her. Aus der genauen Übersetzung des Wortes Karaoke (= „Leeres Orchester”) und einem kleinen Plakat an der Wand der Toastbar in der Hamburger Wohlwillstraße „Wir glauben, dass gesellschaftliche Veränderung mit Singen im Chor beginnt”.
Das Prinzip des Projekts mit der beschriebenen politischen Sprengkraft könnte nicht einfacher sein. Ein Orchester unter Leitung des Dirigenten Jan Dvorak übt karaokefähigen Pop in üppigen Arrangements ein, Besucher wählen aus den Songs ihr Lieblingslied aus und singen es dann nach ihren Möglichkeiten zur Sinfonieorchesterbegleitung. „Orchesterkaraoke” ist damit eines der großzügigsten Angebote, das je eine Kulturinstitution einem normalen Theaterbesucher gemacht hat.
Presse
„Zwischen dem professionellen Pathos der Musik, der pädagogischen Textdemo und den unberechenbaren Sangesdarstellungen aus dem Publikum stießen die verschiedensten Absichten, Träume und Kunstauffassungen gegeneinander und brachten sich erst dadurch ans Licht.” BERLINER ZEITUNG
„Selten war der Befund, der Saal koche, so angebracht.” SPIEGEL ONLINE |