Ausblick privat I + II

Ein Sightseeing-Projekt von Jan Dvorak

I. Ausstellung vom 8. bis 23. Juni 2002 in Hamburg

Mit Musik und Beiträgen von Grand Royal Art (Bergen), Hans Hansen (Aarhus), Marianne Bramsen (Kopenhagen), Pawel Grabowski (Danzig), Mister Velcro Fastener / T. Peltonen / T. Metsätähti (Turku), Michal Liberak (Danzig), Bart Osz Woycik / Pawel Nowakowski (Stettin), Robert Piotrowicz / Anna Zaradny (Stettin)

II. Austellung vom 12. bis 26. September 2003 in Meiningen

Mit Musik von Constantin Popp, Justus Wunschik, Christian Fischer, Verónica Soria-Martinez, Chung-Gwon Park, Ingrid Spörl, Lars Henrik Mai, Andre Florczyk, Alexander Voigt / Thilo Schneider, Matthias Tanzmann / Mario Weise

Konzeption / Leitung: Jan Dvorak

   
 

Ausblick privat ist ein Versuch über das Eigene und das Fremde, den Klang eines Ortes und seinen Remix. Ausblick privat will den individuellen Eindruck fixieren und zugänglich machen, produziert private Momente in der Öffentlichkeit. Ausgehend von Fotografien der Stadt Meiningen wurden elektroakustische Werke von Studenten der Bauhaus-Universität und der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar gestaltet. In speziell angefertigten, elektroakustischen Ohrensesseln wurden anschließend die entstandenen Kompositionen mit Sicht auf die jeweiligen Ausblicke präsentiert. Die erste Durchführung des Projektes fand 2002 im Rahmen der internationalen Kunstbiennale „Artgenda“ in Hamburg statt. Hier wie dort wurde die konventionalisierte Wahrnehmung der Gastgeberstadt mit den kulturellen, lokalen und individuellen Entwürfen der Gäste überlagert, wurden Orte in Deckung gebracht, die sonst getrennt voneinander existieren. Mit Prof. Robin Minard wurde ein kompetenter Kooperationspartner für das Projekt gefunden. Seit den achtziger Jahren bilden Klanginstallationen im öffentlichen Raum und elektroakustische Komposition den Schwerpunkt seiner Arbeit. Seit 1997 ist er Professor für elektroakustische Komposition und Klanggestaltung in Weimar. "Die neue Technik ermöglicht es, Kunst als räumliche Sinneserfahrung zu gestalten. Im Bereich der elektroakustischen Klangerzeugung ist der akustische Raum nicht mehr ein ‚ortsgebundenes’ Element, sondern wird zu einem unabhängigen, gestaltbaren kompositorischen Parameter“ (Minard).

Presse

„Ganz allmählich beginnen die mal entspannten-verhaltenen, mal schrillen Klänge die Wahrnehmung des Gesehenen zu verwandeln. ...interessant und ohne Hintergrundwissen sinnlich erlebbar“ HAMBURGER ABENDBLATT