Mitschriften

Besetzungen: Violine solo, Viola solo, Klavier solo oder Sprechstimme solo

Dauer: 5 bis 10 Minuten    

 

 

 

Mitschrift für Violine solo (1998)

Besetzung: Violine
Dauer: 5.00 Min


Mitschrift für Sprechstimme solo (1999)

Besetzung: Sprecher, Mikrophon, Hallgerät
Dauer: 5.00 Min


Mitschriften für Klavier solo (2001)

Besetzung: Klavier
Dauer: 9.00 Min


Mitschrift für Viola (2002)

Besetzung: Viola (verstärkt), Zuspielung
Dauer: 5.30 Min

 
   

Die Reihe der Mitschriften wurde 1998 in der Absicht begonnen, eine Sammlung von kurzen, dabei aber virtuosen Stücken für verschiedene Soloinstrumente zu schaffen. Kompositorische Idee ist, durch konstruktive Offenheit improvisatorische Einfälle zu ermöglichen, die aber für jedes Instrument unterschiedlich ausfallen können.
Die „Mitschrift für Violine solo“ ist ein zweisätziges Werk: auf den nächtlich ruhigen ersten Satz folgt eine motorisch-rabiate Steigerungsform, die sich aus dem zweitönigen Ausgangsmotiv fast wie eine Jazzimprovisation entwickelt.
Die „Mitschrift für Sprechstimme solo“ ist eine Durchführung über eine zugrundeliegende abstrakte Silbenfolge und ihre Spiegelung. Der Sprachklang wird losgelöst von Bedeutungen zum Klangmaterial, zum perkussiven Element. Zugleich entsteht ein imaginärer Monolog.
Die „Mitschriften für Klavier solo“ sind eine Folge von vier Einzelsätzen, die paarweise in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen: Auf den formlos-assoziativen ersten Satz folgt der unrund laufende, patternhafte zweite; auf den motorisch-virtuosen dritten Satz folgt der kurze Epilog, der fast nicht mehr als ein Ausklang, ein ornamentierter Schlussakkord ist.
Die „Mitschrift für Viola und Zuspielung“ beginnt zunächst als motorische Studie über ein Oktavtremolo, später tritt – per Klick synchronisiert – die Zuspielung hinzu, die das Solo in eine norddeutsche Klanglandschaft einbettet.