Die Landschaften, die im dritten Aggregate-Abend beschrieben werden, sind die synthetischen Landschaften der Moderne: Berge in Leichtbauweise, Ebenen aus Asphalt, Buschwerk von Schildern, Neonblumen, Menschenmeer. Die Neue Musik huldigte immer schon diesem euphorischen Synthetizismus: Das Ungehörte, das Architektonische, die Intelligenz der Klänge und ihre räumliche Projektion wurden gesucht und gefunden – Klanglandschaften, die jenseits traditioneller (und als „natürlich“ empfundener) Musik liegen. Juan Goytisolo beschreibt den privatistischen Bürgerkrieg in einer Welt, die Sozialversicherung und Supermarkt an die Stelle des „struggle for life“ gesetzt hat. Zum Klingen gebracht werden diese verworrenen Verhältnisse von den Komponisten Jan Dvorak, Edgard Varèse, Malte Ubenauf und Anton Webern; der Abend wird begrünt durch eine live-elektronische Klanginstallation von Jan Feddersen in Zusammenarbeit mit dem Klangobjekt-Künstler Bernhard G. Lehmann.
Presse
„Die scheinbare Abstraktheit Neuer Musik im Kontext einer verschiedene Kunstsparten einbindenden Performance sinnlich erfahrbar zu machen, geht beeindruckend auf.“ HAMBURGER ABENDBLATT
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